Rom, Italien
Rom ist eine bekannte Metropole in Italien
 

Petersplatz

Er ist das Ziel vieler Besucher von Rom. Ob als Tourist oder Pilger, jeder steht irgendwann auf diesem wunderschönen Platz und überschreitet, ohne es wirklich zu bemerken eine kleine weiße Linie, die den Petersplatz umgibt. Ja, es wurde tatsächlich eine Staatsgrenze überschritten: Die Grenze zum Vatikanstaat.
 
Rom bei Nacht
 
Hier oben auf dem Vatikanhügel war einst die Pferderennbahn des Kaisers Caligulas gelegen. Ein monumentaler Obelisk aus der damaligen Pferderennbahn in der Mitte des Petersplatzes zeugt noch davon. Unter dem für den mittelalterlichen Petersdom aufgeschütteten Vatikanhügel befindet sich eine römische Totenstadt. Sie lag direkt neben Caligulas Pferderennbahn. Die Totenstadt diente auch Ort der Armenbestattung. Petrus, der erste Papst, auf den sich der Kirchenstaat seit der Konstantinischen Schenkung beruft, wurde hier als Heimatloser in einem solchen Armengrab bestattet.
 
Sehr schöne Plätze gibt es auch auf der Insel Mainau im Bodensee die sicherlich so schön sind wie in Rom und toll angelegt sind.
 
Der Petersplatz in Rom
 
Darauf weisen die imposanten Schatten spendenden Kolonnaden des Architekten Bernini kaum hin. Er ging davon aus, dass es jeder weiß, warum er und Michelangelo an dem Meisterwerk mittelalterlichem Renaissance und dem Platz davor gebaut haben. Achtzehn Päpste ließen an Platz und Kirche bauen. 264 Heiligenfiguren krönen die Kolonnaden und sie schauen auf die zentrale Figur in der Mitte, nämlich dem Begründer der katholischen Kirche: Jesus Christus hin. Den wenigsten Besucher fällt auf, dass in der großen Reihe der Heiligen die Mutter Jesu fehlt. Das hat Papst Johannes Paul II dazu veranlasst an die Fassade des Apostolischen Palastes ein Bild der Gottesmutter anzubringen. Maria als Beschützerin Roms.

Päpstliche Messfeiern und Audienzen

Mittwochs und sonntags und an hohen kirchlichen Feiertagen strömen die Menschen zum Petersplatz.

Sie wollen den Stellvertreter Christi sehen, den Papst. Entweder empfängt er mit vorher persönlich bestellter Eintrittskarte in der Audienzhalle Paul VI (hier gehen z.B. nur 6000 Audienzteilnehmer hinein). Der von Bernini geschaffene Petersplatz aber fast 100.000 Menschen. Auf diesem Platz spendet der Papst von der Loggia des Petersdomes aus auch an hohen kirchlichen Feiertagen nach der Pontifikalmesse den Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).

Dieser Segen erinnert an den Universalanspruch der Päpste. Von dieser Loggia aus wird durch den Camerlengo auch der neue Papst verkündet mit dem wohlbekannten: "Habemus papam!" Die Peterskirche kann 60.000 Menschen aufnehmen. Ein rechtzeitiges Kommen ist angesagt, da jeder, ob Würdenträger, einfacher Gläubige oder Tourist durch die elektronischen Kontrollschleusen wie am Flughafen muss. Auf dem Petersplatz auf der rechten Seite erinnert bis heute eine kleine Marmortafel an das Attentat am 22.April 1987.

 
Der Petersplatz in Rom ist für Touristen ein tolles Highlight während der Rom Reise wenn man diesen zum ersten Mal sieht.
 
Rechte Seite des Petersplatzes

Auf der rechten Seite des Petersplatzes ist der offizielle Zugang zum Apostolischen Palast. Er wird bis zur Schließung der Pforte allabendlich von den Schweizer Gardisten bewacht. Hinter der Pforte befindet sich das Büro des Päpstlichen Hauses. Hier können die Eintrittskarten für besondere Feiern und Audienzen abgeholt werden. Die Treppe hinauf führt direkt zur Sala Regia und der Sixtinischen Kapelle. Die Schweizer Gardisten salutieren, wenn als Geistliche erkennbar Personen passieren. Wenn man unter den Kolonnaden weitergeht, kommt man direkt zum Zugang zu den Grotten mit den Papstgräbern und zum Aufzug, der auf die Kuppel des Petersdomes hinauffährt.

Linke Seite des Petersplatzes

Auf der linken Seite befindet sich der Zugang zum Vatikangelände hinter dem Petersdom. Dort befindet sich auch der Campo Santo Teutonico, direkt gegenüber dem Zugang zu den Scavi. Ein paar Schritte weiter befinden sich der Bahnhof und das Verwaltungsgebäude des Vatikans. Unter den linken Kolonnaden ist auch der Souvenirladen, der Devotionalien, Andenken, Gedenkmünzen und auch die begehrten Euromünzen des Vatikans bereithält. Die vatikanische Post liegt auf der anderen Seite.

Der römische Brunnen

Ohne den römischen Brunnen ist der Petersplatz nicht der Petersplatz. Conrad Ferdinand Meyer hat 1858 das Gedicht auf seiner Italienreise geschrieben. Generationen von Schülern haben es auswendig lernen müssen. Abends treffen sich hier bevor der Petersplatz geschlossen wird viele Rombesucher und schauen unwillkürlich nach oben, oben im Apostolischen Palast im Appartement des Papstes noch Licht brennt.